Zahnfilm

Die gängigsten Aufnahmeverfahren sind Einzelbilder, auch Zahnflim genannt und das Panoramabild, auch Panoramaschichtaufnahme genannt.

Die in den letzten Jahren in ihrer Qualität wesentlich verbesserten Röntgenaufnahmen besitzen, ob mit Hilfe Einzelbilder oder Panoramaverfahren angefertigt, einen hohen Aussagewert, der dem Patienten zu Gute kommen sollte.

Die Strahlenbelastung der heutigen Geräte ist so gering, dass bei der Wahl des jeweiligen röntgenologischen Verfahrens nicht die geringste Strahlenbelastung ausschlaggebend ist, sondern die Qualität der Aufnahme. Ist der Informationswert der gewählten Technik gegenüber anderen Verfahren erheblich größer, so ist diesem Verfahren auch dann der Vorzug zu geben, wenn die Strahlenbelastung entsprechend größer sein sollte. Der Wert der Panoramaschichtaufnahme (OPTG) als Übersichtsaufnahme ist unbestritten, sie hat sich in der zahnärztlichen Diagnostik geradezu als unentbehrlich erwiesen.

Panoramasysteme haben in den letzten Jahren erhebliche Verbesserungen erfahren. Nach wie vor besitzt die Panoramaschichtaufnahme gegenüber dem Einzelzahnbild Röntgen einige verfahrensbedingte Einschränkungen. So ist die Auflösung geringer, die Projektionsgeometrie und Schichtlage entsprechen auch bei modernen digitalen Systemen nicht in jedem Kieferbereich den individuellen Erfordernissen entsprechend.

Mit den heutigen Techniken lassen sich feine Strukturen, auch abhängig von der Region, nicht immer optimal darstellen. Ins besonders betroffen sind anatomische Strukturen, die sich in der Strahlenabsorption nur wenig von der Umgebung unterscheiden. Einige Vorteile sind hier von der Dynamik und Bildbearbeitung digitaler Systeme zu erwarten, dennoch bleiben Einschränkungen bestehen. Das Orthopantomogramm gibt in speziellen Fällen den Hinweis, dass eine gezielter Röntgenbefund mit Hilfe von Einzelzahnfilmen erforderlich ist. In der praktischen Konsequenz genügt die Panoramaschichtaufnahme für manche Fragestellungen aus dem Bereich der Zahnerhaltung, der Parodontologie und der Prothetik, doch nicht allen fachspezifischen diagnostischen Ansprüchen. Da aber zu Beginn einer jeden Therapie, bestimmte Diagnosen ausgeschlossen gehören - z.B. beherdete Wurzelspitzen, Kieferhöhlenerkrankungen, ..., ist eine Übersichtsaufnahme unumgänglich.

Auch wenn Panoramaschichtaufnahmen gelegentlich Kontaktpunkt-Karies, marginalen Knochenabbau oder aber andere umschriebene pathologische Veränderungen erkennen lassen, sind diskrete Befunde allein schon wegen der Folienunschärfe nicht immer erkennbar. Hinsichtlich der Detailwiedergabe sind die Einzelbilder unübertroffen. Deshalb muss diese Röntgentechnik demzufolge dann angewendet werden, wenn es auf die Erkennbarkeit feiner Details ankommt, so zum Beispiel zur Aufdeckung versteckter Approximalkaries. Wenn diese Erkrankung rechtzeitig erkannt und therapiert wird, dann bleibt dem Patienten der Bohrer erspart, mehr dazu im Video Initialkaries. Vorteile der Panoramaschichtaufnahme sind darüberhinaus der geringere Zeitaufwand, die standardisierte Projektion, das größere Aufnahmeareal und ein geringeres Dosisrisiko. Das große Aufnahmeareal gibt der Panoramaschichtaufnahme darüberhinaus einen besonderen Stellenwert in der Frühdiagnose von Veränderungen im Kiefer-Gesichtsbereich. Jedes der Aufnahmeverfahren hat seine bestimmte wissenschaftlich begründete Indikation und, so gesehen, seinen festen Platz in der Diagnostik der Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten.

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