Zahnärztliche Prothetik - Zahntechnik

Gipsmodelle für die Prothetikbelsky

Prothetik

Die zahnärztliche Prothetik widmet sich dem funktionellen Kauersatz - zahnärztliche Prothetik ist ein medizinisches Fachgebiet, das sich mit der Wiederherstellung des Gebisses bei fehlenden Zähnen oder ausgeprägter Zahnhartsubstanzschädigung befasst.

Im Vordergrund steht die Prävention, es geht um einen ganzheitlichen Ansatz. Also sowohl um den Erhalt oraler Strukturen, als auch um die Lebensqualität, die sich durch die Mundgesundheit äußert.

Prothetik bedeutet nicht nur Ästhetik, wichtig ist auch eine funktionelle Rekonstruktion, das bedeutet es muss z.B. auch auf die Lautbildung (Phonation), das Kauen der Nahrung (Mastikation) und den Schutz des Kiefergelenks beim Knirschen (Bruxismus) geachtet werden.

Das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur, die Zähne und der Zahnhalteapparat bilden eine Einheit. Um diesem Aspekt gerecht zu werden, werden bei großen prothetischen Arbeiten der Schädel und die Lage der Kiefer vermessen, dazu dient der Gesichtsbogen.

Erst dann kann der Zahntechniker die Modelle im Artikulator schädelgerecht einschlagen – diese Maschine simuliert sozusagen Ihre Kiefergelenke und Kiefer. In speziellen Fällen wird der richtige Biss und die korrekte Lage der Kieferbasen mittels eines Computers ermittelt, dem Axiograph. All dies dient dazu, ein möglichst harmonisches Gebiss zu rekonstruieren. Lange Einschleifarbeiten und aufwendige Wiederholungen bleiben Ihnen so erspart.

Zahnersatz Varianten

Abnehmbar

Auf dem Nachtkästchen steht ein Wasserglas mit dem Gebiss darin, wer kennt das nicht! Als Kind fand man das noch faszinierend - schaurig, doch diese Zeiten sind schon lange vorbei. In der Prothetik unterscheidet man den festsitzenden vom abnehmbaren Zahnersatz. Abnehmbarer Zahnersatz kann wiederum in Teilprothesen oder Totalprothesen unterteilt werden.

In Bezug auf die Möglichkeit der Abnahme unterscheidet man bedingt abnehmbare Versorgungen von klassisch abnehmbaren Versorgungen. Bedingt heißt, nur der Zahnarzt kann die Prothese herunternehmen, da diese z.B. durch einen Riegel oder eine Schraube an den Restzähnen fixiert ist.

Die Tage der abnehmbaren Versorgungen sind gezählt. Heute kann der Kauapparat so wie er ursprünglich war wieder hergestellt werden. Dank Implantaten kann der Zahnersatz fest im Kiefer verankert werden Druckstellen, Unterfütterungen und schlecht sitzende Prothesen gehören somit der Vergangenheit an.

Das Problem der abnehmbaren Teilprothesen ist die Belastung der Restpfeiler. Zwar kann man durch spezielle Konstruktionstechniken an der Prothese die Belastungen an den Pfeilerzähnen minimieren, ganz aufheben kann man diese Kräfte aber leider nicht.

Häufig geben die Pfeilerzähne der Prothese nach Jahren der Überbelastung nach und gehen verloren – die Folge ist die Prothesenerweiterung.

Leider gewöhnen sich viele Patienten in Ihrem Werdegang von der Teilprothese zur Totalprothese an den immer größer werdenden Gaumen. Am Ende ist er ganz bedeckt und die Schleimhaut kann ihre Funktion nicht mehr ausüben, der Patient schmeckt weniger und hat sich mit der Situation „abgefunden“.

Die Indikationen für Teil- und Totalprothesen sind unserer Meinung nach:

* sehr hohes Patientenalter

* schlechter Gesundheitszustand

* Übergangslösung im Sinne eines Provisoriums

Festsitzend

Festsitzend bedeutet, der Zahnersatz kann nicht aus dem Mund entfernt werden, auch nicht vom Zahnarzt, außer durch Zerstörung. Durch die rein keramische Verarbeitung ist es uns möglich die Zähne „lebhaft“ aussehen zu lassen. Ihre neuen Zähne sollen gar nicht auffallen. Bei metallkeramischen Kronen muss der Techniker eine opake (weiße) Schicht auftragen um den Metallkern abzudecken. Dadurch wird der Zahn matt. Bei keramischen Arbeiten ist dies nicht nötig, die Farbe entsteht durch schichtweises Auftragen, wobei die obersten Schichten wie beim echten Zahn durchsichtig sind.

Vielleicht sollte noch erwähnt werden, dass bei entsprechendem Beschliff (Hohlkehle), genügend Retention vorhanden ist und die Zähne einzeln angefertigt und eingesetzt werden können. Nebenbei ist dies für Ihre Gesundheit besser als verblockte Kronengerüste, auch können Sie wie früher jeden Zahn einzeln mit Zahnseide reinigen. Fehlt ein Zahn, kann man natürlich Brücken machen. Unbestritten ist ein Implantat dann jedoch die bessere Lösung – sowohl für die Zähne als auch für den Knochen.

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