Zahn Kronen - Ein mal Eins

gerissener Zahn mit Zahnkronebelsky

Zahnkrone auf gerissenen Zahn

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  • Macht das Material den Preis bei Zahnkronen aus? Nein!
  • Gibt es in Punkto Haltbarkeit Unterschiede zwischen den Materialien? Nein!
  • Können Sie eine Allergie gegen Zahnkronen bekommen? Nein!

Zahnkrone Preis

Die Preisspannen der Materialien in der Dentalbranche sind sehr gering, dazu kommt der geringe Verbrauch, wir reden von wenigen Gramm pro Krone. Daraus lassen sich Unterschiede bis zu einigen 100€ nicht erklären, wer so argumentiert führt Sie an der Nase rum! Preisdifferenzen haben nur was mit der Ästhetik zu tun, es macht einen Unterschied, ob der Zahntechniker 10 Kronen oder nur eine Krone pro Stunde macht!

Material Zahnkronen

Wie lange eine Krone hält, hängt nicht vom Material ab, sondern von der Randdichtheit und diese hängt schlussendlich davon ab, wie genau der Zahnarzt arbeitet. Alle in der Dentalbranche verwendeten Materialien haben eine Halbwertszeit, die um ein Vielflaches ein Menschenleben übersteigt! Mehr dazu in den Videos Tangentialbeschliff, Hohlkehlenbeschliff, Stufenbeschliff und Zahnkrone! Zudem unterliegen alle Materialien die in den Industriestaaten in den Mund des Patienten kommen, einer genauen Regelung, sonst dürften sie gar nicht verarbeitet werden.

Zahnkronen Schmerzen

Die Zahnkrone ist vom Zahnstumpf von einer dünnen Zementschicht isoliert, nach außen zur Mundhöhle befindet sich üblicherweise Keramik. Für eine allergische Reaktion braucht man Immunzellen! Weder im Zahnstumpf, noch im Zementspalt befinden sich Immunzellen – somit keine Allergie. Blutendes Zahnfleisch, brennen im Mund, Zahnfleischrückgang, hat nichts mit Allergie zu tun … sondern meistens mit undichten Kronenrändern und einer daraus häufig resultierenden Zahnfleischentzündung!

Das Ein mal Eins der Zahnkronen

Zahnmaterialien

Wenn Sie in einem Industriestaat leben, dann lassen Sie die Frage der Zahnmaterialien aus dem Kopf. Den Begriff wie Edelmetallversorgungen, Zirkonversorgung, Titan und Co werden als Hypes verwendet um Ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen die Kosten für den Zahnersatz werden dadurch unnötig höher.

Alle Materialien, die in den  Patientenmund kommen unterliegen strengen Auflagen und sind somit bioverträglich, für Sie sind die Funktion und die Zahn Ästhetik entscheidend.

Die Funktion sollte immer passen, also der Biss sollte stimmen, die Randdichtheit der Kronen und Brücken. Die Funktion hängt nämlich nicht vom Material ab, sondern von einer Vielzahl anderer Faktoren, z.B. ob der Zahnarzt den richtigen Zahnbeschliff wählt, ein Hohlkehlenbeschliff liefert gute Resultate, nicht so ein Tangentialbeschliff, oder ein Stufenbeschliff. Weiters ob der Zahnabdruck ordentlich durchgeführt wurde, ob der Zahnersatz biomechanisch gut konzipiert wurde und schließlich und endlich womit der Zahnarzt/Techniker häufig arbeiten.

Ein Techniker der hauptsächlich Goldinlays macht wird sich schwer tun mit einer Teilprothese und umgekehrt. Ein Techniker der sein Leben lang mit Stahl arbeitet wird Ihnen viel bessere Teilprothesen aus diesem Material liefern können als z.B. aus Titan.

Was wirklich den Preisunterschied ausmacht ist also nicht das Zahnmaterial, aber die Ästhetik, es macht einen Unterschied ob der Techniker 10 Kronen/Prothesen am Tag macht, oder aber nur eine. Die Zahnästhetik nachzuahmen ist eine Kunst, die eben Geld kostet.

Randdichheit von Zahnkronen

Abgesehen von der Ästhetik, kommt es bei Zahnkronen vor allem auf die Randdichtheit an, also den Übergang Zahnkrone zu Zahn.

Undichte Zahnkronen führen nicht nur zu Zahnfäule, sondern können auch eine Parodontitis verursachen – Sie merken Zahnfleischbluten. Das Zahnfleisch geht zurück und blutet immer wieder leicht beim Zähneputzen. Schuld sind häufig undichte Kronenränder.

Es existieren verschiedene Möglichkeiten um einen Zahn für eine Zahnkrone zu beschleifen. Am einfachsten und schnellsten geht der sogenannte Tangentialbeschliff. Das Problem dieses Beschliffes ist, dass die Kronenränder sehr dünn auslaufen würden. Dies würde aber zum Bruch der Keramik führen.

Um dies zu verhindern lässt der Zahntechniker mehr Platz am Kronenrand, die Folge sind unschöne wulstige Ränder. Damit der Patient die wulstigen Ränder nicht sieht, wird der Zahn so präpariert, dass die Ränder einfach unter dem Zahnfleisch liegen.

Die Folge ist Zahnfleischbluten und leicht entzündliches Zahnfleisches, manchmal entwickelt sich auch eine Zahnfleischtasche und eine Zahnfleisch Fistel. Die Folge ist Zahnfleischrückgang!

Manchmal findet man dunkle Kronenränder, diese verraten den falschen Zahn. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern heutzutage auch unnötig. Woher kommen diese unschönen Ränder den überhaupt?

Zuerst gilt es zu klären, kommt die dunkle Verfärbung durch den Zahn, oder aber die Krone zustande! Manchmal ist die Zahnwurzel schwarz verfärbt und schimmert durch das Zahnfleisch. Eine Zahnkrone aus reiner Keramik wird hier nicht helfen!

Zu einer schwarz Färbung der Zahnwurzel kommt es nach schlechten Wurzelbehandlungen. Bleiben im Wurzelkanal nach einer Wurzelbehandlung Bakterien übrig und dringt zudem während der Wurzelbehandlung  Blut in den Kanal ein, dann wird das im Blutfarbstoff (Hämoglobin) befindliche Eisen zu schwarzem Hämosiderin umgewandelt.

Das alleine muss noch nicht einen dunklen Randsaum ergeben, haben Sie zu alldem auch noch ein sehr dünnes und zartes Zahnfleisch, dann kann die dunkle Zahnwurzel durchschimmern, hier hilft keine Krone, sondern nur eine Erneuerung der Wurzelbehandlung mit anschließendem internen Bleaching.

Farbwahl mittels Farbschlüssel bei Patienten vor Zahnkronen Herstellungbelsky

Farbwahl

Wichtig sind den meisten Menschen die Frontzähne – zu Unrecht!

Viele haben fehlende Zähne im Seitzahnbereich, die Meisten stört das wenig, wichtig ist, dass die Zähne in der Front – also in der Auslage – in Ordnung sind!

Ein großer Trugschluss, denn die Seitzähne sind sehr wichtig, sie schützen das Kiefergelenk und die Frontzähne vor Überbelastung.

Fehlende Zähne im Seitzahnbereich können Zahnschmerzen der Frontzähne, Kopfschmerzen, Kiefergelenksschmerzen und Rückenschmerzen durch Fehlbelastung und Fehlabnützung verursachen.

Zieht der Kaumuskel sich zusammen, dann wird der Unterkiefer gegen den Oberkiefer gepresst. Die Zähne treffen zusammen – auf der sogenannten Okklusionsebene – und der Unterkiefer kommt aufgrund der Seitzahnabstützung zum Stillstand. Zwischen Kiefergelenkköpfchen und Kiefergelenkpfanne bleibt ein deutlicher Spalt.

Die Zähne im Seitzahnbereich schützen durch die Abstützung das Kiefergelenk vor zu großen Kaudrücken. Dieser Mechanismus wird zusätzlich noch dadurch verstärkt, dass die Zähne im Seitzahnbereich beim zusammen beißen zuerst Kontakt haben, dann erst die Frontzähne. Dadurch rotiert der Unterkiefer im Kraftbiss weg vom Kiefergelenk. Die Seitzähne fungieren also wie ein Hypomochlion und schützen das Kiefergelenk.

Fehlen die Zähne im Seitzahnbereich, oder ist die Okklusionsebene abgesenkt durch Zahnkippungen, dann drückt der Kaumuskel den Unterkiefer weiter zur Schädelbasis hin, der Gelenkspalt ist nicht mehr vorhanden. Das Kiefergelenk wird stark beansprucht, nach einiger Zeit kann dies zu leichten Schmerzen bis hin zu Kiefergelenksoperationen führen.

Deshalb ist es wichtig, Zähne nicht nur in der Front – also im ästhetischen Bereich zu ersetzten, sondern auch im Seitzahnbereich! Im Seitzahnbereich dient es Ihrer Gesundheit. Zudem werden die Frontzähne nach jahrelanger Zahnlosigkeit im Seitzahnbereich überbelastet, Knochenabbau mit nachfolgendem Frontzahnverlust ist häufig die Folge! Als Seitzahnersatz kann auch eine Teilprothese fungieren, es müssen nicht immer Implantatgetragenen Zähne sein – Hauptsache Sie beißen auch auf der Seite!

Sie haben Ihre Kronen eingesetzt bekommen und nun haben Sie Schmerzen

Warum kommt es zu Zahnschmerzen? Bei einem Kronenbeschliff kommt es zwangsläufig zu einer Erwärmung des Zahnstumpfes durch den rotierenden Bohrer.  Um eine Überhitzung zu vermeiden wird deshalb mit Wasser gekühlt.

Bei zu wenig Wasser und/oder zu festem Druck und/oder stumpfen Instrumenten kann es trotzdem zu einer Überhitzung des Zahnes kommen – die Folge ist eine Entzündung des Zahnnervs, eine sogennante Pulpitis. In weiterer Folge stirbt der Zahnnerv meistens ab. Das Resultat -  eine Wurzelbehandlung muss dann durchgeführt werden.

Manchmal liegt es aber nicht am Zahnbeschliff selbst, sonder der Zahnnerv wurde durch viele Eingriffe (z.B. Füllungswechsel) langsam geschädigt.

Eine Zahnkrone, Inlay ist abgegangen – was tun?

Eine Zahnkrone oder ein Inlay, wir reden also von technischer Arbeit (weil sie vom Zahntechniker angefertigt werden), welche von alleine vom Zahn abgeht, sollte nicht wieder einzementiert werden. Der Grund für den Verlust der technischen Arbeit ist ein Friktionsverlust zwischen Arbeit und Zahn/Zahnstumpf.

Der Friktionsverlust kann verschiedene Ursachen haben:

1.       schlecht beschliffen

2.       Sekundärkaries führt zum Einbruch von Wänden/Zahnstumpf

3.       von Haus aus zu großer Randspalt -  Zementspalt, aufgrund unpassender Krone/Inlay und dadurch Auswaschung von Zement

4.       Wurzel-/Zahnstumpffraktur

5.       Kombinationen aus all dem

Zwar kann durch einen neuerlichen Zementiervorgang für kurze Zeit Stabilität erzielt werden, jedoch kommt es bald wiederum zum Verlust, denn

1.       bei einem schlecht beschliffenen Zahnstumpf, wird die Zementfuge wiederum überbelastet, was jederzeit wieder zum Abgang der technischen Arbeit führen kann

2.       Karies wird durch das neuerliche zementieren nicht beseitigt, sondern geht weiter und es ist nur eine Frage der Zeit bis der nächste Teil des Zahnes abgefault ist

3.       der Zement wird sich wiederum nach einer Zeit bei einer falsch dimensionierten Krone auswaschen

Deshalb gehört eine abgegangene Krone/Inlay nicht einfach wiedereingesetzt, sondern neu gemacht. Entweder muss man

1.       anders beschleifen

2.       Karies entfernen

3.       am Rand generell dicht passende Kronen herstellen

und dann eine neue Krone/Inlay anfertigen!

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