Totalprothese im Kiefer

Totalprothesebelsky

Totalprothese

Unter einer Totalprothese versteht man den Ersatz sämtlicher natürlicher Zähne durch Künstliche.

Totalprothesen kommen folglich beim zahnlosen Kiefer zum Einsatz und dienen der Wiederherstellung der Kaufähigkeit und der Ästhetik. Im Volksmund wird die Total-Prothese auch Gebiss genannt.

Die Haftung von Totalprothesen wird durch Adhäsionskräfte zwischen der Schleimhaut und der Prothese mit einem dazwischen befindlichen Speichelfilm, ähnlich zweier Glasplatten mit einem Wasserfilm, erreicht. Wichtig bei der Prothesenherstellung ist also die Schaffung eines ideal abdichtenden Prothesenrandes, an sonst verlieren Sie die Prothese bei jeder Mundöffnung.

Prothesen können sehr unterschiedlich gestaltet sein, häufig werden auch durchsichtige Gaumen (sogenannter Cleargaumen) angefertigt. Fehlbelastung und/oder Überbelastungen der Kiefer durch schlecht sitzende Prothesen führen zu einem verstärkten Abbau der Kieferkämme – häufige Unterfütterungen sind dann die Folge. Um den Prothesendruck so gering wie möglich zu halten, muss die Basis auf einer möglichst großen Fläche, im Verhältnis zur Kaufläche, abgestützt sein. Völlig ausreichend ist die Zahnaufstellung bis zum sechsten Zahn, dies ergibt ein ideales Verhältnis Kaudruck/Prothesenbasis. Da aber häufig pro Zahn abgerechnet wird, werden die meisten Prothesen bis zum siebten Zahn, ja manchmal sogar bis zum achten Zahn aufgestellt.

Trotz der unterschiedlichen Ausführungen bleibt eine Totalprothese eine Kompromisslösung. Zum Glück bleibt heute dank Knochenaufbauoperationen und Zahnimplantaten den meisten Patienten eine Totalprothese erspart – mehr dazu in den Videos Knochenaufbau und Zahnimplantate.

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