Stumpfaufbau, oder auch Stiftaufbau, bezeichnet einen künstlich geschaffenen Zahnstumpf.

Grafik eines Zahnaufbaus für Zahnkrone - sogenannter Stumpfaufbaubelsky

Zahnaufbau

Ist ein Zahn sehr tief kariös zerstört, sodass von der Zahnkrone nichts mehr übrig ist, dann wäre auch eine Kronen Versorgung nicht mehr möglich, denn die Krone hätte keinen Halt.

Sind die Wurzeln aber noch in Ordnung, dann kann man durch eine gute Wurzelbehandlung und einen Zahnstumpfaufbau wiederum Retention für eine Krone schaffen. Die Zahnkrone, die von solch einem künstlichen Aufbau getragen wird, wird als Stiftkrone bezeichnet.

Wichtig für den Stiftzahnaufbau sind eine gute Wurzelbehandlung und eine ausreichend tiefe Ausschachtung für den Stift im Wurzelkanal. Der Stift sollte mindesten 1/3 in die Wurzel ragen,  das vermindert die Hebelbelastung auf die Zahnwurzel und somit das Risiko einer Wurzelfraktur. Bei zu kurzen Stiften kann es aufgrund der Kaubelastungen zu Wurzelfrakturen kommen – mehr dazu im Video Stiftzahnfraktur.

Zahnwurzelstiftebelsky

Zahnwurzelstifte

Bei den Stiften unterscheidet man fabrizierte Stifte und vom Techniker individuell angefertigte Stifte. Im Bild rechts sehen Sie zwei fabrizierte Stifte, einer aus Glasfaser, der andere aus Metall.

Alternativen zum Stumpfaufbau gibt es keine, außer man zieht die Zahnwurzel und fertigt einen anderen Zahnersatz an, z.B. eine Prothese, oder man implantiert – mehr dazu im Video Implantat.

Die Risiken des Stumpfaufbaus sind bei einem erfahrenen Zahnarzt vernachlässigbar klein, trotzdem kann es natürlich in Einzelfällen zu Komplikationen kommen, die dann eventuell weitere Maßnahmen erforderlich machen. Bei jeder weiteren erforderlichen Maßnahme kann es wiederum zum Auftreten von Komplikationen kommen, die bis hin zu Zahnverlust führen können. Hier werden nur die speziellen Komplikationen des Stumpfaufbaus besprochen, diese wären:

  • Stiftzahnfraktur – mehr dazu im gleichnamigen Video
  • Wurzelperforation beim ausschachten – mehr dazu im gleichnamigen Video

Zum Glück sind solche Komplikationen aufgrund der positiven Entwicklungen in der Medizin der letzten Jahrzehnte, sehr selten geworden.

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