Stereolithographie in der Medizin

Stereolithographie Modellebelsky

Stereolithographie

Die Stereolithographie ist ein technisches Prinzip in dem ein Werkstück durch frei im Raum materialisierender (Raster-)Punkte schichtenweise aufgebaut wird.

Die Fertigung eines Teils oder mehrerer Teile gleichzeitig erfolgt üblicherweise vollautomatisch aus am Computer erstellten Daten. Im Film Stereolithographie sehen Sie ein Gerät, welches solche Werkstücke anfertigt, Sie können sich das wie einen Drucker vorstellen, nur wird bei der Stereolithographie nicht 2 dimensional sondern dreidimensional gedruckt.

Sie sehen ein stereolithographisches Modell eines Unterkiefers, die Daten für das Modell wurden aus CT-Daten gewonnen. Diese Patientin hatte einen Verkehrsunfall und verlor dabei nicht nur die Zähne, sondern auch Teile des Kiefers. Deutlich erkennt man links den fehlenden Knochen, rechts wurde der fehlende Teil durch eine rosa Masse ersetzt, hier nochmal die Frontansicht. Mithilfe dieses stereolithographischen Modells wurde eine resorbierbare Folie geformt, diese soll als Platzhalter für ein Knochenersatzmaterial dienen.

Der Formkörper passt genau auf den Defekt, denn das stereolithographische Modell wurde aus CT Daten der Patientin gewonnen. Aufgrund solcher Platzhalter kann auf eigene Knochenblöcke verzichtet werden. Knochenersatzmaterial wird während der Knochenaufbauoperation unterhalb der unterhalb der Folie eingebracht, der Formkörper verhindert das, das Knochenersatzmaterial verrutscht. Nach ca. 6 Monaten erfolgt eine CT Kontrolle und bei guter Knochenbildung eine Implantatversorgung, dann bekommt die Patientin wieder einen festsitzenden Zahnersatz.

Mithilfe solcher Modelle sind heute Operationen möglich, die noch vor kurzem unmöglich wären.

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