Zahnröntgen und Röntgenbilder

Röntgen des Kopfes und der Zähnebelsky

Zahn Kopf Röntgen

Der Wert der Panorama Röntgenaufnahme als Übersichtsaufnahme ist unbestritten; wie häufig eine Röntgenaufnahme sinnvoll ist, hängt letztendlich von Ihrem Status ab.

Was meint man mit Status? Liegt ein ungewisser Befund vor, z.B. ein nicht optimal Wurzelbehandelter Zahn, dann sind engmaschige Aufnahmen sinnvoll. Haben Sie seit mehreren Jahren einen unveränderten Status, dann machen engmaschige Röntgenaufnahmen keinen Sinn. Auch wird man während einer Sanierung – je nach Aufwand – mehr Röntgenbilder anfertigen, als in der darauffolgenden Erhaltungsphase. Die heutigen digitalen Geräte liefern bei geringer Strahlenbelastung sehr qualitative Bilder. Bei der Wahl des Röntgenverfahrens muß stets der Grundsatz gelten, daß mit der Aufnahmetechnik ein Optimum an Information bei möglichst geringer Belastung erreicht wird.

Ist aber der Informationswert der gewählten Technik gegenüber anderen Verfahren erheblich größer, so ist dieser Vorgehensweise auch dann der Vorzug zu geben, wenn die Strahlenbelastung größer sein sollte. Grundsätzlich ist ein Röntgenbild dann zu fordern, wenn die klinische Untersuchung allein für eine Diagnose nicht ausreicht. Die Röntgenaufnahme ist ebenso unentbehrlich, wenn bestimmte Behandlungsschritte geplant, überwacht, gegebenenfalls korrigiert und Behandlungsergebnisse dokumentiert werden müssen.

Bei bestehender Schwangerschaft sind alle Möglichkeiten einer Herabsetzung der Strahlenexposition der Leibesfrucht auszuschöpfen. Unnötige Aufnahmen sind zu vermeiden, hier ein paar klassische Indikationen:

  • Kariesdiagnose
  • vor der Behandlung eines pulpatoten oder verdächtigen Zahnes oder einer Zahnwurzel und Verdacht auf eine Knochenentzündung
  • Kontrolle im Rahmen der Wurzelkanalbehandlung (Meßaufnahme) oder bei Verdacht auf Mißlingen einer Wurzelkanalbehandlung (Perforation, Instrumentenfraktur)
  • nach einer Wurzelkanalfüllung einschließlich einer chirurgischen Wurzelbehandlung zur Feststellung und Dokumentation des Behandlungsergebnisses
  • Planung von Kronen und Brücken, partiellen oder totalen Prothesen
  • Untersuchung des zu überbrückenden zahnlosen Kieferabschnittes, wenn Kenntnis oder Verdacht auf pathologische Veränderungen besteht
  • Kontrolle des Kronensitzes bei Verdacht auf Randschlußmängel
  • Kontrolle Wurzelstifte
  • Verdacht auf Erkrankung der Kiefergelenke
  • vor Zahnextraktion, wenn Kenntnis oder Verdacht auf krankhafte Veränderungen die Möglichkeit von Komplikationen einschließt
  • nach Zahnextraktion bei Verdacht auf unvollständige Zahnentfernung, bei halbretinierten, retinierten oder verlagerten Zähnen (Lagebestimmung und Lagebeziehung zu Nachbarstrukturen)
  • bei Verdacht auf Fremdkörper (Geschoßsplitter, nicht auffindbare Bohr- und Schleifkörperfragmente, Zahnteile)
  • bei Verdacht auf Zahn-, Alveolarfortsatz- oder Kieferfraktur, auch zur Therapiekontrolle
  • bei Erkrankung des Kiefergelenkes
  • vor und nach präprothetisch-chirurgischen Maßnahmen (Implantate, Augmentation)
  • bei Verdacht auf Erkrankung der Speicheldrüsen unter Anwendung von wasserlöslichen Kontrastmitteln, insbesondere auf Speichelstein
  • bei Verdacht auf Knochenerkrankungen der Kiefer
  • bei Verdacht auf ein Herdgeschehen
  • vor, ggf. während sowie nach zahnärztlich- und kiefer-gesichtschirurgischen Eingriffen
  • vor geplanter und ggf. während oder nach kieferorthopädischer Behandlung
  • zur Feststellung der Anlage, des Entwicklungsstandes und des Wurzelbereichs permanenter Zähne, der parodontalen Verhältnisse sowie ggf. des Resorptionsgrades von Milchzähnen
  • zur Aufklärung über Schädel-, Kiefer- und Gesichtsskelettentwicklung und - morphologie, ggf. zur Bestimmung des skelettalen Alters
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