Schwermetallausleitung

Bild Quecksilber TropfenCerae - Fotolia

Quecksilber in Reinform

Wir sind gegen Amalgam, finden aber, dass eine „Quecksilber Ausleitung“ genauso für „die Fische“ ist!

Zuerst möchten wir Ihnen erklären, wieso wir gegen den Werkstoff Amalgam sind. Es ist

  • unästhetisch
  • der Zahnarzt und das Personal werden beim legen und ausbohren der Füllungen hauptsächlich belastet
  • der Werkstoff ändert sich im Laufe der Zeit und so muss wiederum nach einigen Jahren am Zahn gebohrt werden – selbst bei optimaler Pflege

Genug Gründe für uns Amalgam abzulehnen!

Das Element Quecksilber (Hg) ist als Naturstoff in der Erdkruste und der Atmosphäre weit verbreitet. Weltweit werden pro Jahr ca. 30 000 bis 150 000 Tonnen Hg aus natürlichen Quellen, z. B. Vulkanen, in die Umwelt freigesetzt. Die Verbrennung fossiler Brennstoffe trägt mit zirka 10 000 Tonnen Hg pro Jahr zur Umweltbelastung bei. Alle Menschen – besonders in industrialisierten Ländern – sind durch Quecksilber belastet; ein bedeutender Faktor ist die berufliche Belastung.

Kommen wir nun zur Amalgamausleitung. Zuerst müssen wir uns kurz mit Quecksilbervergiftungen auseinander setzten.

Man unterscheidet akute und chronische Quecksilbervergiftungen.

Akute Vergiftungen kamen früher z.B. bei Kleinkindern vor, die sich mit einem Thermometer spielten und nach zerbrechen des Gleichen die schön silbrig glänzende Flüssigkeit schluckten. Akute Quecksilbervergiftungen sind hauptsächlich gekennzeichnet durch Verätzungen. In unserem „Thermometer“ Beispiel kam es also zu Verätzungen am Mund, an der Speiseröhre und Magen. Je nach Schweregrad kommt es zur Narbenbildung mit all den daraus resultierenden Folgen.

Was kann man sich unter Folgen vorstellen? Bleiben wir bei der Speiseröhre – ein Muskelschlauch, der Speisen befördert. Kommt es zu ausgedehnten Verätzungen, dann wird der Muskel zerstört und es bildet sich Narbengewebe! Durch das Narbengewebe wird der  „Schlauch“ verengt und man muss die Speiseröhre schlimmstenfalls entfernen und z.B. durch eine Dünndarmschlinge „ersetzten“.

Eine „Ausleitung ist also bei akuten Quecksilbervergiftungen fruchtlos, den zerstörtes Gewebe kann man nicht ausleiten!

Womit wir auch schon beim nächsten Punkt wären, den chronischen Quecksilbervergiftungen. Nehmen Menschen in kleinen Dosen über lange Zeiträume organische Quecksilberverbindungen zu sich, dann wird das Quecksilber vor allem im Hirn abgelagert. Dort wiederum in bestimmten Arealen, deshalb haben chronische Quecksilbervergiftungen immer die gleichen Symptome – Hände zittern, Gleichgewichtsstörungen, Gehstörungen (fast gleich wie beim Parkinsonkranken im Endstadium), depressive Stimmung und Einengung der Gedanken. Vor allem Dentisten waren von diesem Schicksal betroffen.

Sie sehen also eine Quecksilbervergiftung ist nicht etwas, woran man glaubt „es zu haben“, entweder Sie haben eine, oder Sie haben keine.

Es handelt sich um schwere Krankheitszeichen! Nun werden, auch von vielen Ärzten, diverse Substanzen zur Quecksilberausleitung angeboten, so z.B.

  • Chlorela
  • Spirulina
  • Zinc
  • Vitamin C
  • Phytohypophyson

Viele dieser Stoffe passieren nicht einmal die Darmschranke, das heißt es handelt sich um Ballaststoffe, wir scheiden diese unverändert aus. Die Blut/Hirn Schranke wird von keinem dieser Stoffe passiert! Wie also ein Stoff, der nicht in Kontakt mit dem Quecksilber im Hirn kommt, diesen binden und dann aus dem Körper ausschleusen soll, ist uns ein Rätsel. Auch fanden wir diesbezüglich keine fundierte Literatur z.B. in der Cochrane Datenbank – Schlagwort „Evidenzbasierte Medizin“.

Bild von elektronischem Abfallermess - Fotolia

elektronischer Abfall

Sollten Sie ein Arzt sein, der sich mit diesem Gebiet auseinandersetzt, dann schreiben Sie uns doch bitte, gerne werden sich unsere Biologen, Statistiker und Mediziner mit der Publikation beschäftigen. Sollte die Publikation eine plausible Erklärung liefern, dann werden wir diese umgehend hier publizieren, zudem wäre eine Reise nach Indien und China sinnvoll. Dort können wir direkt in einem Feldversuch die Methode „studieren“, denn dort treten leider wieder sehr viele chronische und akute Quecksilbervergiftungen am Menschen auf, aufgrund von Computerschrott aus Europa, USA und Asien.

Bisher gibt es nämlich keinen dokumentierten Fall einer erfolgreichen Quecksilbervergiftungstherapie von einem Spital oder eines auf Vergiftungen spezialisierten Zentrums.

Dort werden Quecksilbervergiftungen nämlich nicht durch „Ausleitung“ therapiert, sondern nur symptomatisch – man versucht also die Beschwerden zu lindern, denn mehr geht nach dem heutigen Wissenstand leider nicht.

Mit keinem dokumentierten Fall meinen wir nicht die Menschen, die im europäischen Alltag durch Job, Mobbing, Verlustängste, fehlender ärztlicher Empathie und private Vereinsamung an einer „Unverträglichkeit“ leiden. Natürlich geht es diesen Menschen nach einer Zuwendung von Kinesiologen, alternativen Medizinern und Menschen die einfach „zuhören“ besser. Wir reden von Menschen, die durch Quecksilber vergiftet sind!

Quecksilber Testung im Speichelmöglich?
Die Löslichkeit von Quecksilber aus Amalgamfüllungen im Speichel ist vom Amalgamtyp, von der Art der Oberflächenbearbeitung (poliert/ nicht poliert), vom Alter der Amalgamfüllung, vom pH-Wert des Speichels und der Temperatur abhängig. Die tägliche Freisetzung von nicht resorbierbarem Quecksilber aus Amalgamfüllungen liegt durchschnittlich zwischen 12 und 32 μg, während täglich aus der Nahrung zwischen 5 und 20 μg an resorbierbarem, organisch gebundenen Quecksilber aufgenommen werden. Nicht resorbierbares Quecksiberverbindungen sind für uns ungefährlich, da wir das Quecksilber nicht aufnehmen können! Gefährlich sind die organisch – resorbierbaren Verbindungen! So wurden früher Quecksiblersalze (Kalomel, Sublimat) als Desinfektions- und Abführmittel eingesetzt.

Der Genuß von Alkohol führt zu einem Anstieg der resorbierbaren Quecksilberdampfabgabe und einer erhöhten Speicherung von Quecksilber in der Leber. Zigarettenraucher weisen höhere Quecksilber-Konzentrationen im Blut auf als Nichtraucher. Die Konzentration ist weiterhin davon abhängig, zu welcher Tageszeit die Proben genommen wurden und wie groß der Anteil organischer Substanzen im Speichel ist.

Weiters stellten Wissenschaftler fest, dass das Kauen von Kaugummi zu einer ausgesprochen hohen Freisetzung von Quecksilber (im Gegensatz zum Kauen bei der gewöhnlichen Nahrungsaufnahme) führt. Nach dem Genuß von heißen Getränken ließ sich, anders als vermutet, kein Anstieg der Quecksilberkonzentration im Speichel erkennen.

Aufgrund  dieser umfangreichen Untersuchungen über die Aufnahme von Quecksilber aus Amalgamfüllungen weiß man heute, dass eine einzelne Untersuchung (über den Quecksilbergehalt im Speichel oder der Ausatemluft) oder eine Serie von Proben nicht zur Bestimmung der Bealstung einer Person gegenüber Quecksilber aus Amalgamfüllungen herangezogen werden kann.

Zur Messung der Quecksilber-Belastung eignen sich die Körperflüssigkeiten Urin und Blut.


Grafik eines Wissenschaftlersbelsky

Wissenschaft

Nach dem derzeitigen Wissensstand gibt es also für routinemäßig erhobene Blut- bzw. Urinuntersuchungen im Zusammenhang mit Amalgamfüllungen keine Indikation. Wenn der Quecksilbergehalt im Urin als ein Maß für die Belastung mit diesem Stoff dienen soll, sind Messungen in 24- Stunden-Sammel-Urin durchzuführen. Mit speziellen, hochsensiblen Analyseverfahren wie z. B. der ICP-Atom-Emissions- Spektroskopie, der Messung radioaktiv markierten Quecksilbers oder der Röntgendiffraktometrie können unter Umständen andere Werte gefunden werden. Grundsätzlich kann hierbei nicht unterschieden werden, ob Quecksilber elementar oder in einer anorganischen bzw. organischen Verbindung vorgelegen hat; das wäre jedoch für die Beurteilung der Giftigkeit wichtig.

Speichel-Untersuchungen gelten nicht als standardisierte Verfahren zur Bestimmung der Belastung durch Quecksilber

Es gibt keine wissenschaftlich fundierte Festlegung von Grenzwerten, wie sie gelegentlich von Laboratoriumsmedizinern angegeben werden. Daten, die nach Provokation bzw. Extrembelastung gemessen werden können, sind zur Beurteilung der Norm grundsätzlich nicht geeignet. Leider wird Amalgam immer wieder von “Gesundheitsfanatikern” missbraucht um Menschen Angst zu machen und Geld aus der Tasche zu ziehen. Amalgamfüllungen sind zur Versorgung der Masse sicher gut geeignet, das beweist die Datenlage (Lebenserwartung steigt und immer mehr Amalgamfüllungen werden gelegt).

Wenn Sie das Geld haben, dann empfehlen wir Ihnen trotzdem auf einen anderen Werkstoff (Gold, Titan, oder Keramik – nicht Kunststoff) bei Ihren Zahnfüllungen umzusteigen, denn:

  • geringe Mengen an Quecksilber werden abgegeben
  • zudem ist es nicht schön
  • und es gibt schon viel bessere Füllstoffmaterialie, die länger dicht halten

das können auch Amalgambefürworter nicht wiederlegen!

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