Panoramabild

Röntgen des Kopfes und der Zähnebelsky

Zahn Kopf Röntgen

Das Panoramaröntgen - Zahnfilm liefert dem Arzt einen sehr guten Überblick über den Zustand Ihres knöchernen Gesichtsschädels.

Eine einfache Regel, überall wo Röntgenstrahlen leicht hindurch gehen wird das Bild schwarz, überall wo Röntgenstrahlen abgehalten werden wird das Bild hell.  Ihr Gesicht wirkt auf dem Panoramabild wie aufgerollt. Sie erkennen sehr leicht den Unterkiefer, hier können Sie die Kiefergelenkköpfchen erkennen, gesunde Köpfchen sind schön rund und regelmäßig begrenzt, zudem ist ein deutlicher Gelenksspalt vorhanden. Generell gilt in der Medizin symmetrisch auftretende Veränderungen werden primär als „gutartig“ aufgefasst, wenn also der Spalt oder die Form der Kiefergelenke auf beiden Seiten verändert ist, dann ist dies eher eine Normvariation, als eine krankhafte Veränderung.

Wir verlassen das Gelenk und schauen uns den Unterkiefer weiter an, Sie erkennen die Zähne und wenn Sie genau hinsehen, dann sehen Sie einen dunklen Streifen, der sich fast durch den ganzen Unterkiefer zieht. Dunkel bedeutet die Röntgenstrahlen gehen leichter hindurch, in diesem Bereich ist also weniger Knochen – dort liegt nämlich ein Nerv in einem hohlen Knochenkanal. Dieser Nerv versorgt den Unterkiefer sensibel, wenn Ihnen der Zahnarzt eine Spritze gibt und ihre Unterlippe wird „bamstig“, dann wurde genau dieser Nerv „lahmgelegt“.

Deutlich erkennen Sie wo der Nerv den Unterkiefer verlässt, ab dieser Öffnung verläuft er unter der Schleimhaut und verteilt sich dann in viele kleine Äste. Schließlich erkennen Sie die Zähne, diese sind durch einen feinen Spalt vom Knochen abgegrenzt, der Parodontalspalt. Im Zahn sehen Sie ebenfalls dunkle Schatten, dort ist weniger Zahnhartsubstanz, deswegen wird es dunkel … das ist der Zahnnerv.

Röntgenbild einer Kieferhöhlenentzündungbelsky

Kieferhöhlenentzündung

Der Zahntragende Oberkieferknochen ist wie der Unterkiefer aufgebaut. Der zahntragende Anteil des Oberkiefers grenzt an die Kieferhöhlen, die wiederum an die Augenhöhlen. Da hier weniger Knochen i

st, die Kieferhöhle ist in der Regel mit Luft gefüllt und das Auge besteht aus Flüssigkeit sind diese Strukturen ebenfalls dunkel. Immer wieder erkennt man weiße Linien, z.B. handelt es sich bei dieser Linie um eine Projektion von den Jochbeinen, der Schädel ist ja aufgerollt. Zudem erkennt man deutlich die Nasenhöhle und das Nasenseptum.

Der geübte Arzt kann aus dem Panoramabild noch viele Details beschreiben, die hier aufgezeigten Strukturen dienen zur groben Übersicht. Es werden aber nicht nur anatomische Strukturen beschrieben, zudem wird der Kontrast, die Schärfe und auch die Begrenzung der jeweiligen Strukturen beurteilt. All dies liefert dem Arzt Hinweise auf krankhafte Veränderungen.

Hier sehen Sie eine verschattete Kieferhöhle, das bedeutet, dass die Kieferhöhlenschleimhaut im Gegensatz zur anderen Seite deutlich verdickt ist (blau). Das wiederum bedeutet es liegt eine Infektion der Kieferhöhle vor, verursacht in diesem Fall durch Backenzähne (hier rot). Backenzähne ragen mit Ihren Wurzeln häufig in die Kieferhöhle, oder liegen in unmittelbarer Nachbarschaft, kommt es zum Beispiel zum absterben des Zahnnervs und wird dies nicht behandelt, dann kann das Entzündungsgeschehen im Knochen (grün) aufgrund der anatomischen Nachbarbeziehung eine Kieferhöhleninfektion verursachen – mehr dazu im Video Kieferhöhlenentzündung.

Sie sehen, ein Röntgen ist nur ein Spiel von Licht und Schatten, wie vieles im Leben!

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