Mikrobewegung zwischen Implantat und Abument

Konusverbindung Abutmentbelsky

Konusverbindung Abutment

Mikrobewegung ist die Bezeichnung für eine nicht wahrnehmbare Bewegung zwischen zwei scheinbar fest miteinander verbundener Körper.

In der Zahnmedizin erlangte der Begriff Mikrbewegung in der Implantologie besondere Bedeutung. Implantate sind künstliche Wurzeln, die in den Knochen verankert sind. Auf das Implantat kommt das Abutment, ein Verbindungselement zwischen Implantat und Krone. Auf das Abutment wird dann die Krone befestigt.

Die Verbindung zwischen Implantat und Abutment ist heute (2008) in den meisten Fällen eine Steckverbindung. Das heißt zwischen Implantat und Abutment ist ein feiner Spalt – eben ein Mikrospalt. Dieser in der Praxis nicht wahrnehmbare Spalt, spielt eine große Rolle in der Implantologie. Der Spalt wird von Bakterien besiedelt, der Zahnarzt merkt das nur am üblen Geruch bei der Abutmentreinigung. Um die Bakterienbesiedelung fortan zu halten, schmieren einige Ärzte diverse antibiotische Salben ins Implantat, bevor sie das Abutment auf schrauben.

Diese Pasten nützen nur kurze Zeit, denn durch das kauen findet zwischen Abutment und Implantat eine Mikrobewegung statt, wie im Film deutlich zu sehen, dies wirkt wie eine Pumpe und bald ist der Spalt wieder von Keimen und deren Stoffwechselprodukten besiedelt.

Durch den Pumpeffekt wird die Bakteriensuppe immer wieder nach außen befördert, das führt zu einem initialen Knochenabbau, dieser ist typisch bei Implantaten mit Steckverbindungen. Mikrospalt und die damit verbundene Mikrobewegung findet man nicht bei Konusverbindungen, Sie sehen eine Rasterelektronenaufnahme einer Konusverbindung. Dies ist auch der Grund, wieso Konusverbindungen keinen Knochenabbau vorweisen, im Gegenteil, der Knochen wächst meistens bis zu dem Abutment.

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