Master of Implantologie – Zusatztitel für Zahnärzte

Ist ein Zahnarzt mit der Bezeichnung "Master of Implantologie" besser geeignet mir mein Implantat zu setzten als der "normale"Zahnarzt?

Master hier, Master dort, eine wahre Masteritis. Immer häufiger liest man über Zusatzausbildungen wie “Master of oraler Implantologie”.  Solche Ausbildungen sind kostenpflichtig und sagen sehr wenig über die wirkliche Qualität des Zahnarztes aus. Das hat verschiedene Gründe, vorerst sind diese Zusatzausbildung nicht einheitlich, manche dauern einige Tage, andere wiederum Jahre. Zudem hängt es immer davon ab, was der Einzelne daraus macht – der eine macht es nur um des Zeugnis willen, der Andere weil er sich weiterbilden will.

 

Ein anderes Beispiel soll Ihnen die Problematik dieser Zusatzqualifikationen weiter verdeutlichen. Ein Zahnarzt arbeitet im Spital und betreut dort Kieferbrüche, Tumore usw., hat aber keinen Master. Im Zuge seiner Arbeit hat er aber zigmal am Knochen operiert und auch schon hunderte Implantate gesetzt.

Ein anderer Zahnarzt macht in einem ein jährigen Kurs den „Master of Implantologie“ hat dafür bei 200 Implantat Setzungen dabei und 20 selber setzten müssen. Wie genau aber der Arzt arbeitet wird jene Stelle, die vom Zahnarzt das Geld für die Ausbildung kassiert, wohl nicht allzu genau prüfen. Von wem würden Sie sich nun lieber implantieren lassen?

Also, lassen Sie sich nicht von irgendwelchen Titeln beeindrucken, fragen Sie Ihren Arzt wie lange er schon implantiert und wo er sonst noch gearbeitet hat. Solche Fragen sind Ihr gutes Recht, lassen Sie sich auch nicht durchs Alter “beeindrucken”!

Generell sollten Sie auf die Hygiene in der Ordination achten – was kann der Zahnarzt tun, damit die Implantation bei Ihnen erfolgreich ist? Als gutes Beispiel können die Instrumente des Zahnarztes genannt werden. Häufig kommt es vor, dass Instrumente nicht einmal sterilisiert werden und wenn, dann landen die Instrumente leider allzu oft ungeschützt in einer Schublade.

Von Sterilität ist hier keine Spur. Sobald das Instrument mit der Hand angegriffen wird, oder mit einem Möbelstück (z.B. der Schublade in Kontakt kommt), ist es nicht mehr steril! Sofort werden die Instrumente von Bakterien besiedelt, jeder invasive Eingriff mit solchen Instrumentarien ist ein Infektionsrisiko, das zu vermeiden gewesen wäre – auch ohne Antibiotika.

Ein weiteres einfaches Mittel um die Infektionen in einem zahnärztlichen Eingriff niedrig zu halten ist die Verwendung von “Einmalabdeckungsmaterialien”. Mit ein bisschen Verständnis und Verantwortung unserer Generation, könnten unsere Nachfahren noch lange von den enormen Errungenschaften unserer Medizin/Pharmazie profitieren. Doch wer macht endlich den Anfang? Vielleicht Sie, indem Sie genau schauen und darauf achten wie die Instrumente des Arztes gelagert und hergerichtet werden. Ideal wären Operationscontainer, die versiegelt den Sterilisator verlassen, oder eingeschweißte Instrumente! Mehr dazu in den Videos!

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