Kompomere sind polysäuremodifizierte Komposite

Zahngrafik mit Inlay

Bonding

Der Ausdruck Kompomere legt den Schluss nahe, dass es sich bei diesem Werkstoff um eine Kombination aus Glas Ionomer Zementen (mehr dazu im gleichnamigen Video) und Kompositen handelt.

Eigentlich sind Kompomere eine Untergruppe der Komposite, denn in die Matrix der Kompomere sind nur spezielle säuremodifizierte Monomere integriert – mehr dazu im Video Komposite. Dadurch soll wie bei den Glas Ionomer Zementen eine Säure-Base-Reaktion beim aushärten ablaufen. Diese Reaktion ist nicht so Feuchtigkeits empfindlich, dadurch sollen Kompomere auch unter feuchtem Milieu besser aushärten als reine Komposite – die Verarbeitung soll dadurch einfacher werden.

Die Verarbeitung ist aber nicht einfacher, denn der Verbund Zahn Füllung wird nicht vom Kompomer, sondern von einem „Vermittler“, einer chemischen Lösung, nämlich dem sogenannten Dentinadhäsiv bewerkstelligt. Dieser Vermittler ist sehr Feuchtigkeitsempfindlich, deshalb muss bei Füllungslegung von Kompomeren ebenfalls wie bei Kompositen eine  bestmögliche Trockenlegung erfolgen. Ob nach erfolgreicher Füllungslegung die weiter ablaufende Aushärtung des Kompomers im feuchten Milieu besser abläuft als bei den Glas Ionomer Zementen, ist noch nicht genau geklärt.

Aufgrund der postulierten besseren Feuchtigkeitsverträglichkeit als reine Glas Ionomer Zemente, eigenen sich Kompomere vor allem für Zahnhalsfüllungen, z.B. bei Zahnhalsdefekten – mehr dazu im gleichnamigen Video. Bei Füllungen in diesem Bereich ist eine absolute Trockenlegung meist sehr schwierig, Studien die den Vorteil von Kompomeren deutlich aufzeigen würden sind aber noch ausständig!

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