Kopfschmerz – „der cervikogene Kopfschmerz“
Illustration Kopfschmerzenchrisharvey - Fotolia

Kopfschmerzen

 

Wie sind die Symptome
Spezielle Symptome des cervikogenen Kopfschmerzes sind ein einseitiger und seitenkonstanter Schmerz, der durch bestimmte Halswirbelbewegungen oder durch Druck auf spezifische Punkte - sogenannte Triggerpunkte - ausgelöst wird. Der Schmerz ist ein kontinuierlicher und in der Intensität wechselnder Dauerschmerz und kann von Attacken mit einer Dauer von Stunden bis Tagen überlagert sein. Der Schmerz ist von mäßiger bis schwerer Intensität und von dumpfer oder ziehend-bohrender Qualität. Er strahlt typischerweise vom Nacken zur Stirn/Schläfe oder dem Auge aus. Manchmal beobachtet man Begleitsymptome wie Übelkeit und Brechreiz, einen unspezifischen Schwindel, eine diskrete Hör- und Lichtempfindlichkeit und nur selten Schluckstörungen. Abzugrenzen hiervon ist die klassische Migräne.

Was sind die Ursachen
Vom Hinterkopf und Nacken gelangen viele Nervenfasern in das Rückenmark, wo sie sich dann mit den Rückenmarksbahnen vermischen. Diese Vermischung von Nerven und Rückenmarksbahnen im Sinne einer „Schaltstelle“ ist verantwortlich für die Weiterleitung von Schmerzimpulsen von Nacken zur Stirn. Bekannte Ursachen für die Schmerzentstehung des cervikogenen Kopfschmerzes, sind Erkrankungen/Verletzungen, die diese "Schaltstellen" betreffen, z.B. basiläre Impression, Übergangsanomalien, eine rheumatoide Arthritis, eine cervikale Myelopathie, usw. Diese bekannten Ursachen müssen durch eine genaue Untersuchung von den unbekannten Ursachen ausgeschlossen werden, man spricht dann vom sogenannten "idiopathischen cervikogenen Kopfschmerz".

Therapie
Bei bekannten Ursachen sollte eine entsprechende Therapie erfolgen, bei unbekannten Ursachen wird auf unterschiedliche Konzepte zurück gegriffen. Nerven- oder Wurzelblockaden haben wahrscheinlich nur diagnostischen Wert. Darüber hinaus werden eingesetzt die transcutane elektrische Nervenstimulation (TENS), physikalische Maßnahmen wie Massagen, Hydro- oder Elektrotherapie sowie kombinierte Therapieansätze mit physiotherapeutischen und kognitiven-verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Systematische Studien, die eine Einordnung nach Evidenz basierter Medizin ermöglichen, fehlen. Die Bedeutung der Manualtherapie ist nicht schlüssig geklärt. Solche Therapien werden häufig überschätzt.

Operative Therapien
Die chirurgischen Therapien sind leider sehr uneinheitlich was die Durchführung betrifft, zudem entsprechen die vorhandenen Studien meistens nicht Evidenz basierten Richtlinien.

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