Ameloblastom Tumor

Röntgen von einem Amelobalstombelsky

Ameloblastom

Das Ameloblastom ist ein semimaligner Tumor der aus Zellen der Zahnanlage stammt.

Unsere Zähne werden während der Embryonalentwicklung aus verschiedenen Zelltypen gebildet – zusammengefasst spricht man von der Zahnanlage. Zahnschmelz wird z.B. von den so genannten Ameloblasten produziert, nach abgeschlossener Zahnbildung sterben diese Zellen ab und werden abgebaut, häufig verbleiben aber Zellreste der embryonalen Zahnanlage im Kieferknochen.

Beginnt sich eine embryonale Ameloblastomzelle unkontrolliert zu teilen, dann spricht man von einem Ameloblastom. Ameloblastome neigen nicht zur Metastasierung, deswegen werden sie als semimaligne Tumore, was so viel wie „halb bösartig“ bedeutet, bezeichnet.

Halb bösartig deswegen, da es lokal häufig nach Tumorentfernungen zu Rezidiven kommt, deshalb muss der Tumor unter einem genügend großem Sicherheitsabstand reseziert, also entfernt werden, damit ja keine Zellreste/Tumorreste zurück bleiben. In den Videos „Krebs“ wird erklärt wieso Zellen zu Tumorzellen werden können.

Operation von einem Tumor im Mundbelsky

Tumor Operation

Im Bild sehen sie nun ein Ameloblastom bei einem Patienten im Mund. Der Unterkiefer ist auf der rechten Seite aufgetrieben und zudem erkennt man deutlich den Schleimhautdefekte, darunter liegt der Tumor.

Mithilfe von Computertomographiedaten wurde ein Stereolithographiemodell-mehr dazu im „Clip Stereolithographie“ - erstellt. Mithilfe dieses Modells kann einerseits die Tumor Entfernung besser geplant und gleichzeitig kann die Metallplatte, welche den Unterkiefer nach der Operation stabilisiert, vor gebogen und somit optimal an den Unterkiefer angepaßt werden.

Sie sehen nun die operative Entfernung des Ameloblastoms, wenn Sie kein Blut sehen möchten, dann gehen Sie zum Anfang und drücken Animation! Der Patient ist steril abgedeckt und gewaschen und die Schnitt Führung am Hals ist bereits eingezeichnet worden. Nach Eröffnung der Haut werden vorsichtig die verschiedenen Schichten freipräpariert, dabei wird besonders auf den Nervus facialis geachtet. Dieser Nerv  ist für die Bewegung der Gesichtsmuskulatur verantwortlich.

Nach Freilegung des betroffenen Gebietes wird zuerst die Metallplatte am Unterkiefer mit verschiedenen Schrauben befestigt. Alsdann wird der Unterkieferteil mit dem Ameloblastom unter einem Sicherheitsabstand von mindestens 5 mm mit einer speziellen Ultraschall Säge umschnitten.

Der betroffene Knochenblock wird im Ganzen entfernt und die Wunde wird Schichtweise verschlossen. Zuletzt erfolgt eine Röntgenkontrolle. Da der Tumor keine Metastasen setzt, ist die Therapie mit der Entfernung abgeschlossen, nach einiger Zeit könnte ein Knochenaufbau mit nachfolgender Implantation und Zahnversorgung erfolgen.

In diesem Fall wurde der Nervus mandibularis, der im Unterkiefer verläuft nicht entfernt, somit bleiben dem Patienten keine Sensibilitätsstörungen an der Unterlippe.

Alternativen zur Operation

Bei fast allen bösartig und halbbösartigen Tumoren ist eine operative Entfernung – wenn möglich – die erste Therapiewahl. Wenn eine Entfernung aufgrund der Tumorgröße nicht mehr möglich ist, dann kann je nach Tumorart eine Bestrahlungs- und/oder Chemotherapie eine Therapieoption sein.

Die Risiken der Operation sind wie jede Tumoroperation individuell, daher muss das Operationsrisiko anhand des jeweiligen Falles mit den behandelten Ärzten geklärt werden.

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