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Der Begriff Steril bedeutet keimfrei, d. h. frei von Mikroorganismen und Viren.

Mit Sterilisation (auch: Sterilisierung) bezeichnet man Verfahren, durch die die Materialien und Gegenstände von lebenden Mikroorganismen befreit werden.

Bei der Sterilisation eines Produktes werden alle enthaltenen Mikroorganismen und deren Sporen im Idealfall abgetötet, sowie Viren, Prionen (infektiöse Proteine), Plasmide und andere DNA-Fragmente zerstört. Damit ist das Produkt nicht infektiös, d.h. Sie können sich nicht infizieren.

Die Dampfsterilisation (Erhitzen im Autoklav) ist das Standardverfahren in den meisten Labors und Krankenhäusern. Sie sehen die Beladung des Sterilisators mit Operationscontainern, in diesen ist das Sterilgut enthalten. Das Sterilisiergut wird 20 Minuten auf 121 °C bei zwei bar Druck in Wasserdampf erhitzt oder 5 Minuten auf 134 °C bei 3 bar. Zur Zerstörung von Prionen wird 18 Minuten auf 134 °C bei 3 bar erhitzt. Die Luft im Inneren des Autoklaven wird dabei vollständig durch Wasserdampf ersetzt.

Nach dem Sterilisationsvorgang werden die Container entnommen, die Operationsinstrumente sind so für den nächsten Einsatz vorbereitet. Im Bild sehen Sie einen Operationscontainer indem die Instrumente fein säuberlich gelagert sind. In Ordinationen werden meistens keine Operationscontainer verwendet. Die Sterilitätskette wird beim ausräumen der Autoklaven sobald die Instrumente mit den Fingern berührt werden somit unterbrochen. Manchmal werden die Instrumente in spezielle Papier Folien eingeschweißt, dadurch sind die Instrumente für kurze Zeit steril lagerbar. Jedoch darf die Verpackung nicht beschädigt werden, sonst ist das Instrument wiederum unsteril!

Sterile Instrumente nützen nichts, wenn man unsterile Abdeckungen verwendet – auch hier existieren Unterschiede in der Handhabung. Einwandfrei und sicher ist die Verwendung von Einmalartikel – diese werden vom Hersteller durch Strahlen sterilisiert und sind somit keimfrei. Sie sehen, wie vor der Operation eine sterile Einmalabdeckung als Unterlage aufgebreitet wird, darauf werden dann die sterilen Instrumente sortiert.

Häufig werden anstelle von Einmalartikel waschbare Leinentücher verwendet, manchmal werden diese im Autoklaven sterilisiert, in manchen Ordinationen auch nicht. So oder so, die Tücher sind unsteril, denn selbst im Autoklaven werden die Tücher nicht ordentlich entkeimt.

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