Bebänderung in der Kieferorthopädie

Oberkiefer Gipsmodell mit zwei Zahnbändern um die Mahlzähnebelsky

Zahnbänder

Bebänderung ist ein Jargon Ausdruck in der Kieferorthopädie, darunter versteht man das aufsetzen von Metallbändern üblicherweise auf die Mahlzähne.

Im Bild sehen Sie ein Gipsmodell mit solchen Bändern. An den Bändern ist das eigentliche Bracket aufgeschweißt, in das Bracket kommt später die jeweilige Apparatur, in der Regel der Draht. Auf die Bänder können größere Kräfte als auf die klassischen Brackets übertragen werden, dies ist auch schon der einzige Grund, wieso der Arzt manchmal zu Bändern anstatt der klassischen Brackets greift. Wieso größere Kräfte?  – im Bild sehen Sie z.B. einen sogenannten Headgear, die Kraft, der in die Maske eingebauten Federn, wäre für Brackets zu groß, hier wird die Kraft auf eben Bänder übertragen.

Eine Woche vor dem bebändern werden in der Regel zwischen die Zähne sogenannte Separiergummis eingesetzt, dadurch können dann die Bänder schmerzlos über den Zahn gestülpt werden. Zunächst wird durch Probieren das passende Band für den passenden Zahn ausgesucht, so dass keine unnötigen Zwischenräume entstehen können. Das passende Metallband wird mit Zement befüllt und leicht auf den Zahn gedrückt.

Durch die Verwendung von speziellen Instrumenten wird das Band an seine endgültige Position gebracht, an welcher es sich fortan während der gesamten Behandlungsdauer unverrückbar befindet.

Die Risiken beim bebändern sind vernachlässigbar klein, trotzdem kann es natürlich in Einzelfällen zu Komplikationen kommen, die dann eventuell weitere Maßnahmen erforderlich machen. Bei jeder weiteren erforderlichen Maßnahme kann es wiederum zum Auftreten von Komplikationen kommen, die dann im Verlauf bis hin zum Zahnverlust führen können. Hier werden nur die speziellen Komplikationen des bebänderns besprochen, diese wären z.B:

  • Karies aufgrund schlechter Bandzementierung
  • Verletzung der Nachbarzähne
  • parodontale Schäden durch falsches zementieren
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