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36er nach langem leidensweg gezogen - jetzt schmerzen noch schlimmer :(

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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

vielen Dank für diese Seite und Ihre Bemühungen, Patienten kompetent, wertschätzend und sachlich zu beraten. Ich verfolge einige Beiträge schon seit längerem und bin sehr froh über die Informationen, die ich hier bereits erhalten habe.

Nun habe auch ich mich durchgerungen, nach langem Leidensweg Ihre Beratung in Anspruch zu nehmen.

Mein Problem ist der Zahn 36 - vor einem Jahr wurde er neu gefüllt (vorher Amalgam, dann Kunststoff - war teuer, uah, wurde mir aber empfohlen). Unmittelbar nach der Kunststofffüllung gab es üble Schmerzen, da die Füllung sehr tief war. Ging damit zur Zahnärztin, diese hat den Zahn dann wurzelbehandelt. Besserung für einige wenige Tage, dann erneute Schmerzen. Auffallend war, dass besonders ein Wurzelkanal extrem schmerzempfindlich bei der Reinigung war. Die Wurzelbehandlung wurde nicht erfolgreich - daher Verdacht, dass der 37er vielleicht der schuldige Zahn ist, daher wurde auch dieser wurzelbehandelt - Erfolg ausgeblieben... Die Wurzelbehandlungen wurden von unterschiedlichen Zahnärzten (weil immer irgendjemand gerade in Urlaub war oder die Praxis zu hatte...) 4x "revidiert" (also fertig wurzelbehandelte Zähne wieder neu aufgemacht und wieder von vorne) - kein Erfolg (hohe Empfindlichkeit des einen oben bereits erwähnten Wurzelkanals blieb bestehen). Schließlich ist die Krone des 36ers vor ca. 4 Monaten einfach längs in der Mitte durchgebrochen. Das passierte natürlich an einem Samstag vormittag - also zum Notdienst. Hatte schon damit gerechnet, dass der Zahn jetzt gezogen werden müsste, aber der diensthabende Arzt versah ihn mit Stiften und füllte ihn wieder auf. Danach üble Zahnfleischentzündung rund um diesen Zahn, wurde mit Chlorhexamed und Antibiotikum bekämpft. Danach meldete ich mich beim Neurologen an, da ich gehört hatte, es könnte sich bei dem Zahnschmerz auch um einen "atypischen Gesichtsschmerz" handeln, da viele Zahnärzte auf dem Röntgenbild nichts erkennen konnten. Neurologe verschrieb mir Saroten - half nur bedingt. Nach weiteren 2 Monaten erneute schlimme Schmerzen (witzigerweise reagierte besonders die Zahnkrone äußerst empfindlich auf Berührungen, Aufbissschmerz war nicht ganz so wild aber trotzdem unangenehm), Antibiotikum erhalten. Schließlich wurde der Zahn vor nicht ganz einer Woche gezogen. Die ersten Tage waren ok, dann Schmerzen, da das Zahnloch "offen" war (dank ihres Forums weiß ich ja bereits, dass das eine "Alveolitis sicca" ist ). Also wieder zum Zahnarzt, der meinte, ja, das kann schon vorkommen, kratzte unter Lokalbetäubung das Loch aus (oh Mann!!!! Hat trotzdem weh getan - vor allem an der Stelle, wo vorher der schmerzempfindliche Wurzelkanal war, nur noch schlimmer), füllte es mit einer sehr intensiv nach Gewürznelken und "Zahnarzt" schmeckenden Paste auf und nähte es mit einer, wie er es nannte, "Matratzennaht" zu - also näherte vielmehr die Wundränder an. Der erste Tag danach verlief super, ich fühlte mich richtig toll und hatte das Gefühl, jetzt geht's aufwärts. Leider leider war dies am nächsten Tag schon wieder vorbei: das Loch ist zwar nach wie vor "zu", Schorf bildet sich aber kein stabiler, wird bei normalen Dingen, wie Speichel schlucken, ein paar Worte reden (bin seit einigen Tagen ohnehin "stumm", um die Gegend nicht zu belasten, ernähre mich breiig-flüssig, bin ohnehin kein Raucher oder Kaffee-Trinker) weggeschluckt. Die Schmerzen, die ich jetzt habe, sind ansteigend, bis ich es kaum aushalte, dann schmecke ich plötzlich Blut im Mund (kann es auch im Spiegel sehen) und gleich darauf klingen die Schmerzen ziemlich ab, aber statt Schorf ziehen sich so gelbe Fäden (fast wie Eiter) um die Wunde rum - bis zum nächsten Mal. Dieser Intervall ist ca. 2 - 4 Stunden. Schmerzmittel (Parkemed 500) hilft nicht wirklich.
So, langer Rede kurze Frage: was ist da los?? Ist das normal oder muss ich das schnellstmöglich wieder "aufmachen" lassen?
Ich hoffe, das Mail war nicht zu lange und anstrengend, aber ich wollte Ihnen ein möglichst ganzheitliches Bild meiner "Geschichte" geben.
Ich freue mich auf Antwort,

mit freundlichem Gruß,

sandy
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Patient
CheckDent
Liebe sandy!

So wie Ihnen ergeht es leider vielen mit Kunststofffüllungen!

Es gibt verschiedene Möglichkeiten Ihrer Beschwerden:

Wundinfektion nach Zahnextraktion
Einfach zu therapieren, anfrischen der Wunde und fertig

Osteomyelitis nach diversen Behandlungen
Relativ einfach, kann aber auch kompliziert werden dies zu behandeln (anfrischen, Antibiotika, Sauerstofftherapie)

Zahnhälse der Nachbarzähne
Einfach zu therapieren, versiegeln z.B. mit Gluma

Schmerzen aufgrund Monomere von der Kunststofffüllungen
wird als Schmerzursache diskutiert, Behandlung z.Zt. nicht bekannt

Ich würde einmal alles was ausschließbar ist behandeln/ausschließen, also zum Arzt fahren!

* Wundinfektion
* Zahnhälse
* Alveolitis/Osteomyelitis
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

vielen Dank für die rasche Antwort!
War also nochmal beim Zahnarzt, der meinte, die Wunde heilt schön zu (nach Blick in den Spiegel kann ich das auch bestätigen - hat seit gestern große Fortschritte gemacht). Das ist natürlich mal ein Grund zur Freude - AAAABBBBERR leider leider sind die Schmerzen ärgstens - haben sich verschlimmert! Besonders wenn ich an der Außenseite des gewesenen Zahnes (Gott hab ihn selig) am Kiefer entlangstreife, gibt es einen Punkt, der mich an die Decke springen lässt. Auch das hab ich dem Zahnarzt gesagt, der hat ebenfalls drübergestrichen und meinte, dass das von der Alveole her ist, dieser Schmerz sei normal, da diese Alveole traumatisiert wurde (die Zahnextraktion dauerte 1 1/2 Stunden, der Zahnarzt konnte den Zahn nur fitzelweise herausholen, der Schweiß stand ihm bereits auf der Stirn und die Verzweiflung ins Gesicht geschrieben - irgendwie fand ich das amüsant, keine Ahnung wieso - Galgenhumor wahrscheinlich). Ich soll jetzt mal abwarten... wieso aber schmerzt es erst jetzt nach 2 Tagen so arg und nicht gleich nach der Extraktion oder nach dem neuerlichen Auskratzen?

Was kann ich selbst tun, um die Heilung zu verbessern?

Mfg, sandy

PS: Habe in meinem Bekanntenkreis schon verbreitet, eine Party zu geben, die sich gewaschen hat, wenn alles (nach nunmehr über einem Jahr) ausgestanden ist - damit ich zumindest noch zusätzlich was hab, auf das ich mich freuen kann - vielleicht unterstützt meine Psyche dann den Heilvorgang zusätzlich
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Patient
CheckDent
Liebe sandy!

wenn ich an der Außenseite des gewesenen Zahnes (Gott hab ihn selig) am Kiefer entlangstreife, gibt es einen Punkt, der mich an die Decke springen lässt.

Lassen Sie das, kein herum drücken/fahren!

wieso aber schmerzt es erst jetzt nach 2 Tagen so arg und nicht gleich nach der Extraktion oder nach dem neuerlichen Auskratzen?

Weisen Sie den Kollegen vielleicht nochmals auf die 2 Tage hin, vielleicht hat er das überhört, klingt nämlich sehr nach Alveolitis!

Was kann ich selbst tun, um die Heilung zu verbessern?

Normale Mundpflege, Wundpflege laut Arzt!
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

ok, ich lasse es (habs eh nur einmal gemacht, weil ich wissen wollte, wo genau der Schmerz sitzt, aber ich tu's nie wieder, versprochen).
So, nochmal Zahnarzt kontaktiert. Dieser hat ja vergangenen Montag die Alveolitis behandelt, also, ausgekratzt (ich denke, das meinen Sie mit angefrischt), gespült (mit irgendwas mit Wasserstoff), so Gewürznelken-Zahnarzt-Dings hineingemacht und zugenäht. Er meinte, dass die Schmerzen erst nach 2 Tagen wiedergekommen sind, stamme daher, dass das Gewürznelken-Zahnarzt-Dings auch schmerzstillend sei, aber halt nicht für immer. Dass es oben zuheilt, sei ein gutes Zeichen. Als Antibiotikum bekam ich Xiclav, da das gut in jegliches Gewebe gehe. So gesehen hat er ja richtig gehandelt (zumindest will ich das glauben). Sollte es trotzdem nicht besser werden, würde er alles wieder aufmachen, neu anfrischen, ev. was anderes rein (entweder Jod oder - er nannte auch eine dritte Möglichkeit, habe ich mir leider nicht gemerkt). Damit möchte er aber noch zuwarten, wegen des sichtbaren Heilungsfortschrittes, weil die Wunde jetzt eben schön zu ist und er da nicht herumdoktorn will. Ich muss sagen, seit gestern Abend scheints auch besser zu werden... Dann blicken wir mal voller Optimismus nach vorn und beginnen langsam, die Party zu organisieren - gebe rechtzeitig bescheid, hehe

Mfg, sandy
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Patient
CheckDent
Liebe sandy!

Ich wünsche Ihnen weiterhin gute Besserung, damit Sie auch ordentlich Gas geben können auf der Party!
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Oh nein, viel zu früh gefreut... hätt mich auch gewundert...

Wunde ist zwar laut Zahnarzt "recht schön" - also zu bzw. Koagel drinnen, aber die Schmerzen sind wieder arg - vor allem an der Innenseite unten, bei bestimmten alltäglichen Kopfbewegungen (bücken, schlucken, nicken, "Nein"-Sagen) - ich hab NICHT hingedrückt!
Also wird da doch noch eine Entzündung im Gange sein, oder was meinen Sie? Was würden Sie machen, wenn ich mit dieser Geschichte zu Ihnen kommen würde?
(Werd jetzt langsam desolat und depressiv...)

Vielen Dank für die Antwort, mfg, sandy
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Patient
CheckDent
Sehr liebe sandy!

Vermutlich würde ich die Wunde großflächig anfrischen und mit einem Lappen spannungsfrei und Speicheldicht vernähen, wobei ich betonen muss - ich kenne die Situation nur per Web und das ist für eine außreichende Beurteilung zu wenig!
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Danke für die Antwort.

Was ich nicht verstehe, ist, wieso es da so große Unterschiede in der Behandlung der "Alveolitis Sicca" gibt... bzw. denke ich auch, dass manche Zahnärzte diese gar ignorieren (eine Freundin hatte auch mal eine, sie wurde von ihrem Zahnarzt gar nicht behandelt, sondern lediglich beschworen, Geduld zu haben bzw. hat man dies ja auch in diesem Forum schon lesen können).
Ist diese Komplikation neu oder noch so wenig erforscht oder einfach so selten, dass sich jeder so seine eigene Strategie zurecht gelegt hat, damit umzugehen.

Ich hatte da zumindest das Glück, dass mein Zahnarzt die Alveolitis erkannt (auch benannt) hat und gewisse Maßnahmen eingeleitet hat. Dass mir jetzt noch immer alles weh tut, lässt mich aber glauben, es war noch nicht der Weisheit letzter Schluss. Natürlich weiß ich, dass nichts von heute auf morgen geht und mit Schmerzen rechne ich ja auch (vor allem nach Zahnentfernung), es ist nur so, dass mir langsam aber sicher die Reserven ausgehen, wenn man seit nunmehr einem Jahr immer wieder Schmerzen hat, die einfach therapieresistent zu sein scheinen oder eben einfach von einer Komplikation in die nächste schlittern. Vielleicht bilde ich mir ja auch schon allerhand ein und darum kommt einfach nichts zur Ruhe - ach, ich weiß auch ned.

Wie dem auch sei: Koagel ist noch drinnen, ist so dunkelbraun/rot/schwarz/schmutziggrau - wie ein Gallertsackerl in der Konsistenz (das erkenne ich daran, dass es nach jedem Zähneputzen ein bisserl anders "drinliegt") - Schmerzen sind da, naja. Wenn der Zahnarzt jetzt nicht neu anfrischt und dicht vernäht, könnte es trotzdem irgendwann abheilen oder sind die Aussichten dann eher schlecht? Irgendwie habe ich Hemmung, ihn jeden Tag anzujammern bzw. ihm Vorschriften zu machen - fühle mich da ein wenig peinlich...

Danke trotzdem für Ihre Geduld mit mir und die vielen Antworten!

Mfg, sandy
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Patient
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Wollte noch sagen, dass ich sehr sehr vorsichtig putze, also berühre die wunde Stelle nicht (könnte vorher vielleicht falsch rübergekommen sein...)
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Patient
CheckDent
Liebe sandy!

Was ich nicht verstehe, ist, wieso es da so große Unterschiede in der Behandlung der "Alveolitis Sicca" gibt... bzw. denke ich auch, dass manche Zahnärzte diese gar ignorieren (eine Freundin hatte auch mal eine, sie wurde von ihrem Zahnarzt gar nicht behandelt, sondern lediglich beschworen, Geduld zu haben bzw. hat man dies ja auch in diesem Forum schon lesen können).

Verstehe ich auch nicht, die Zahnmedizin entwickelt in manchen Punkten ein "Eigenleben", ich behandle das wie in der Medizin üblich: Wundreinigung, wenn möglich Deckung, antibiotische Abschirmung.

Ist diese Komplikation neu oder noch so wenig erforscht oder einfach so selten, dass sich jeder so seine eigene Strategie zurecht gelegt hat, damit umzugehen.

Ist vermutlich die älteste Komplikation, nur halten noch sehr wenig Mediziner was von Evidenz basierter Medizin! Zu diesem Thema gibt es sehr viele "Hausmittel" und Behandlungsregime.

Wie dem auch sei: Koagel ist noch drinnen, ist so dunkelbraun/rot/schwarz/schmutziggrau - wie ein Gallertsackerl in der Konsistenz (das erkenne ich daran, dass es nach jedem Zähneputzen ein bisserl anders "drinliegt") - Schmerzen sind da, naja. Wenn der Zahnarzt jetzt nicht neu anfrischt und dicht vernäht, könnte es trotzdem irgendwann abheilen oder sind die Aussichten dann eher schlecht?

Wenn die Wunde schön ist, also Koagel, kein freiliegender Knochen, dann bringt anfrischen wenig, vermutlich haben Sie dann entweder eine chronische Knocheninfektion - also keine akute mehr - daher die Schmerzen (wenn alles andere ausgeschlossen wurde).

Irgendwie habe ich Hemmung, ihn jeden Tag anzujammern bzw. ihm Vorschriften zu machen - fühle mich da ein wenig peinlich...

Sie können ja auch woanders hingehen, außerdem wird ein aufgeschlossenere Arzt ein gutes Gespräch nicht scheuen!
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

da bin ich wieder, komm frisch vom Zahnarzt Wollte eigentlich nur Nähte entfernen lassen, da ich einfach guter Dinge war. Hatte zwar die letzten Tage immer mal Schmerzen (teils auch echt arg), aber über weite Strecken dann auch wieder gar nichts. Ich dachte, das käme eben von den Nähten, die jetzt raus wollen.
Zahnarzt guckt also rein, zieht die Nähte und holt so "Matschepampe" aus der Wunde raus (das, was ich als Koagel bezeichnet habe - das grau/braun/schwarze schmutzige Ding, von dem mir heute beim Frühstück schon ein Teil rausgefallen ist - sorry, wenn ich ein bisserl unappetitliche Sachen schreibe, aber ich fand keine schöneren Worte...). Dann meinte er, dass ihm das nicht gefalle - auweh! Also wieder eingespritzt bekommen, Matschepampe ganz entfernt, wieder herumgekratzt (war aber diesmal nicht mehr so schlimm wie letzte Woche) und Jodstreifen eingelegt. Er war echt lieb, hat vorher und währenddessen viel mit mir geredet und gemeint, ich soll cool bleiben (haha - er verstand meinen Einwand auch, dass das so einfach nicht ist) - das Jod töte jetzt alle Bakterien, die noch sind oder die noch werden könnten, ab. Ich müsse den Streifen jetzt alle 2 Tage wechseln - am Freitag das letzte Mal (da könne ich ihn aber auch alleine herausnehmen) und dann auf Heilung warten (ich nenne es hoffen/flehen). Nuja, das heißt also, nix mit zunähen, wie Sie es vorschlagen würden... Wie stehen da meine Heilungschancen, oder soll ich kurzfristig zu Ihnen nach Wien kommen, damit Sie sich der Sache annehmen können??

In ergebenster Demut und Hoffnung auf Besserung

sandy
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Patient
CheckDent
Liebe sandy!

Wie stehen da meine Heilungschancen, oder soll ich kurzfristig zu Ihnen nach Wien kommen, damit Sie sich der Sache annehmen können??

Danke für Ihr Vertrauen, aber ich bin kein Wunderheiler, nur ein kleiner Zahnarzt, der versucht die Lehre eins zu eins in die Praxis umzusetzen!

Die Streifenbehandlung wird häufig gemacht, ich denke das kommt daher, dass viele ZA wenig bis gar nicht chirurgisch gebildet sind und einen spannungsfreien Lappen nicht bilden können. Ein Streifen führt häufig zum Erfolg, wenn nicht, dann wird es auch in Deutschland Ärzte geben, die die Wunde dicht zunähen können.

Das soll nicht heißen, dass ich Sie nicht behandeln will, will nur nicht das ein schiefes Licht entsteht ... alles Gute!
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Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

...dann wird es auch in Deutschland Ärzte geben, die die Wunde dicht zunähen können ...

Eigentlich möchte ich nicht unbedingt nach Deutschland zu einem Zahnarzt fahren, wo ich doch nach Wien nur ca. 100 km habe aber danke für den Hinweis

Heute läufts ganz gut. Irgendwie fühle ich mich immer sicherer - auch mit Streifen. Ich esse wieder alles (mir ist das Breizeugs schon langsam zu den Ohren rausgequollen), aber halt vorsichtig und natürlich nur auf der einen Seite. Die Schmerzen sind mir mittlerweile egal, auch sämtliche Komplikationen (Knochenentzündung), die noch kommen könnten - ich mag nicht mehr drüber nachdenken, es hat eh keinen Sinn, wie's kommt, so kommt's.
Und sollte die Streifenbehandlung nichts nutzen, dann lass ich mir die Sache zunähen - wer sich immer dann dazu bereit erklärt, es zu tun.
Ich rechne jetzt mal mit 4 bis 8 Wochen Heilungszeit und mach mir keinen Stress.
So easy rede ich jetzt daher, weil ich heute gut zu Mittag gegessen hab, ohne Schmerzen - warten Sie, bis mir wieder alles weh tut, dann geht's eh wieder los
Eine Frage trotzdem noch: grundsätzlich wäre es aber möglich, mich von Ihnen behandlen (vernähen) zu lassen, wenn's sein soll??

Lg, sandy
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Liebe sandy!

Eigentlich möchte ich nicht unbedingt nach Deutschland zu einem Zahnarzt fahren, wo ich doch nach Wien nur ca. 100 km habe aber danke für den Hinweis

Upps sorry, ich dachte Sie wären aus Deutschland, wieso auch immer.

Sollten Sie weiterhin Probleme haben dann können Sie selbstverständlich kommen, eigentlich egal woher.
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Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

ja, ich bins wieder...
Ein kurzes Update meiner Geschichte: letzte Woche wurde die Wunde immer besser (also "fühlte" sich immer besser an - nicht falsch verstehen, hab nicht hingegriffen oder hinge"züngelt", sondern mental wars mir irgendwie besser). Ich habe am Freitag den zweiten Jod-Streifen rausbekommen, es wurde mit Chlorhexamed gespült und dann kam ein braunes Schwämmchen (Gelato-Gelatine....dingsbums - ich konnte mir das Wort nicht merken) rein, das sich von selbst auflösen sollte. Hat es auch, und zwar noch am ersten Tag. Die nächsten beiden Tage hatte ich immer je so 3 Stunden Schmerzen durchgehend und dann nichts mehr. Der Montag war völlig schmerzfrei. Am Dienstag musste ich das Loch noch mal anschauen lassen, das ging ruckzuck: Mund auf, Zahnarzt schaut, bläst mit Luft (um den Speichel wohl aus der Sicht zu kriegen) hinein (das hat ein bisserl weh getan), nickt und schickt mich von dannen - ich brauche nicht mehr zu kommen. Das war zunächst eine Freude - bis am Abend: seit Dienstag Abend tut die Sache wieder sehr weh - warum?????? Gestern war es echt wieder schlimm und ich brauchte spätabends seit nunmehr drei Tagen wieder mal eine Schmerztablette - heute ziehts und spannts und brennts und stichts. Mir kommt auch vor, dass sich das Loch wieder vergrößert hat oder - um es am besten zu beschreiben: der äußere Zahnfleischrand ist irgendwie Richtung Loch "eingesunken" (können Sie sich da ein bisschen was drunter vorstellen) und liegt sozusagen am Kieferknochen auf (vorher war das nicht, da stand es relativ stabil).
Tja, das macht mir natürlich Sorgen - natürlich könnte ich jetzt gleich wieder zum Zahnarzt gehen, aber mich würde nochmal Ihre Meinung auch interessieren... (zumal mein Zahnarzt für mich erst wieder am Montag erreichbar ist).

Danke vielmals für die Bemühungen,

lg sandy
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Liebe sandy!

Das Behandlungsregime ist etwas "eigenwillig"; Jodoformstreifen spricht für Infekt; Gelatine Schwämmchen wiederum nicht. Eine Empfehlung ist also schwer, am besten so schnell wie möglich zum ZA!
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Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

ja, ich war schon beim Zahnarzt - war eine Vertretung da, eine relativ junge Ärztin. Diese habe Eiter gesehen und daher wieder angefrischt... und wieder diese Nelkenpaste rein. Ich habe ihr vorher sehr deutlich gesagt, dass bereits 2x neu angefrischt wurde und die Methode mit der Nelkenpaste ebenfalls schon probiert wurde, aber zu keinem Erfolg geführt hatte. Weiters fragte ich sie auch, ob man das denn nicht auch dicht vernähen könne - da war sie beinahe entsetzt und hat gemeint: nein, das macht man nicht, denn da bleibt darunter dann ein Loch...
Man müsse neu anfrischen, neues Koagulum entstehen lassen, Paste hinein (wofür ist die eigentlich gut?) und dann heilt es - wieder sagte ich, dass das zuvor schon nicht geholfen habe - sie ließ sich nicht beirren. Einen zweifelhaften Rat gab sie mir noch mit auf den Weg: 24 Stunden nichts essen und nicht Zähne putzen oder spülen, dann ist die Aussicht auf Heilung besser. Mist, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich mir heute morgen noch ordentlich den Bauch vollgeschlagen...

Ich sage Ihnen, in Bälde wird bei Ihnen das Telefon klingeln, ich werd's sein und um einen Termin bitten...

Danke für die viele Zeit, die sie mit den Antworten auf meine Fragen schon aufgewendet haben.

Lg, sandy
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Patient
CheckDent
Liebe sandy!

Anfrischen, zunähen, fertig!
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

ich habe vor einiger Zeit von meiner Alveolitis sicca nach Extraktion des schon lange problematischen 36ers berichtet. Meine Wunde verheilt sehr schön, ist nur mehr ein schmaler Schlitz und von unten her auch schon geheilt...

Klingt an sich gut, nur leider leider hören die Schmerzen nicht auf. Die Charakteristik der Schmerzen kann man mit Brennen, Drücken und Ziehen am ehesten beschreiben.
Witzigerweise habe ich tagelang keine Schmerzen, bevor sie unvermittelt wieder anfangen und dann teils recht heftig sind (Schmerzmittel nehme ich aber keine mehr, ich mag nicht mehr, helfen ohnehin nichts). Kann das von Speiseresten kommen, die hineingekommen sind und nicht mehr rauszuspülen sind? Im Mundraum ist die Wunde schmerzunempfindlich (war ja eh schon beim Zahnarzt, der drauf- und drumherumgedrückt hat, auch außen und innen bis hinunter zur Mundschleimhaut inkl. Nachbarzähne, die übrigens auch nicht klopfempfindlich sind) - nirgends bin ich "hochgegangen", so weit alles ok. Ich hab das Gefühl, dass die Schmerzen da sind, wo früher die Wurzelspitzen des Zahnes waren, aber auch am Röntgenbild ist alles schön (keine Wurzel- oder Knochensplitter, schöne Abgrenzung des Zahnfaches...).
Der Zahnarzt ist ratlos - ich noch ratloser... und Sie??? Hätten Sie eventuell eine Idee, woher die Schmerzen stammen könnten?

Vielen Dank für die Mühen,

Ihr medizinisches, therapieresistentes Wunder (Zitat meines Zahnarztes )
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Patient
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Liebe sandy!

Klingt an sich gut, nur leider leider hören die Schmerzen nicht auf. Die Charakteristik der Schmerzen kann man mit Brennen, Drücken und Ziehen am ehesten beschreiben.

Könnte eine chronische Knochenentzündung werden, am besten zum Arzt und mit Ihm drüber reden. Noch besser zu einem oral Chirurgen und noch besser in ein Spital, die mit Osteomyelitis umgehen können.

Witzigerweise habe ich tagelang keine Schmerzen, bevor sie unvermittelt wieder anfangen und dann teils recht heftig sind (Schmerzmittel nehme ich aber keine mehr, ich mag nicht mehr, helfen ohnehin nichts). Kann das von Speiseresten kommen, die hineingekommen sind und nicht mehr rauszuspülen sind?

Speisereste nein, denn auch wenn welche drin wären in der Alveole, dann sollte der Knochen schon längst von Schleimhaut umgeben sein, sprich die Speisereste sind vom Knochen durch die SH getrennt, im Zuge der Knochenheilung werden die Speisereste "vor sich her geschoben"

Der Zahnarzt ist ratlos - ich noch ratloser... und Sie??? Hätten Sie eventuell eine Idee, woher die Schmerzen stammen könnten?

Könnte wie gesagt eine Knochenentzündung sein. Eine Alveolitis sicca ist eigentlich eine "Sonderform" der akuten OM, aus der sich eine chronische OM entwickeln kann.
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Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,

Könnte eine chronische Knochenentzündung werden ...

Oh nein, bitte nicht!! Woher kommt sowas? Wieso bekomme ausgerechnet ich so ziemlich alles an Komplikationen ab, was es gibt? Und was noch interessanter für mich ist: welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es jetzt für mich (am liebsten ohne OP...)?

Ich danke für die Antwort,

sandy

PS: zwei Dinge vielleicht noch: mein Zahnarzt hat, so weit ich mich erinnern kann, die Knochenentzündung kurz erwähnt, aber gemeint, dazu sei das Röntgenbild zu schön, wo ich diese Beschwerden ja nun schon so lang hab (lange vor der Extraktion schon) - er meinte, man müsse da mittlerweile was erkennen können...
Und zweitens: ich hab Ihnen unabsichtlich bisher verschwiegen, weils für mich bisher nicht relevant war, jetzt denk ich aber dran, dass ich hinter dem nun alleine stehenden, wurzelbehandelten 37er noch einen impaktierten, querliegenden 38er hab - der hat aber bisher noch nie Probleme gemacht...
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Patient
CheckDent
Liebe sandy!

Oh nein, bitte nicht!! Woher kommt sowas?

Eine Knochenentzündung kann sich z.B. aus

* einer schlechten WB
* unsterilem Arbeiten
* schweren Parodontitis
* Kombinationen

entwickeln.

Wieso bekomme ausgerechnet ich so ziemlich alles an Komplikationen ab, was es gibt?

Nicht nur Sie, leider haben sowas viele Menschen ...

Und was noch interessanter für mich ist: welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es jetzt für mich (am liebsten ohne OP...)?

Wenn es eine ist, dann auslösende Ursache entfernen und z.B. Antibiotika, Details unbedingt mit ZA klären - vielleicht ist es ja gar keine ...

PS: zwei Dinge vielleicht noch: mein Zahnarzt hat, so weit ich mich erinnern kann, die Knochenentzündung kurz erwähnt, aber gemeint, dazu sei das Röntgenbild zu schön, wo ich diese Beschwerden ja nun schon so lang hab (lange vor der Extraktion schon) - er meinte, man müsse da mittlerweile was erkennen können...

Was ist lange?

Und zweitens: ich hab Ihnen unabsichtlich bisher verschwiegen, weils für mich bisher nicht relevant war, jetzt denk ich aber dran, dass ich hinter dem nun alleine stehenden, wurzelbehandelten 37er noch einen impaktierten, querliegenden 38er hab - der hat aber bisher noch nie Probleme gemacht...

Könnt auch das sein ...
Userstatus:
Patient
Gepostet von: sandy  (vor 1 Jahr)
Hallo,


tja, der Verdacht auf Knochenentzündung macht mich sehr nervös, muss ich gestehen, da ich gehört habe, dass die Aussicht auf Heilung, wenn überhaupt, eine sehr langwierige und komplizierte zu sein scheint.

Hm, warum mein Zahnarzt meint, es sei keine:
Ich hatte diese Schmerzen immer wieder gehabt, das erste Mal vor ziemlich genau einem Jahr... damals gabs Dalacin und dann berhuhigte sich die Region - aber nicht lange. die Schmerzen flammten immer wieder mal auf, daher die zahlreichen Wurzelbehandlungen und Revisionen selbiger. Anfang August diesen Jahres war den Schmerzen mit Antibiotika nicht mehr beizukommen bzw. kamen sie sofort ein paar Tage nach Beendigung der AB-Therapie wieder zurück. Daher wurde der 36er schließlich gezogen, wobei unmittelbar davor noch versucht wurde, ein nicht ganz bis zur Spitze abgefüllter Wurzelkanal (Wurzelfüllung hörte ca. 1 mm vor der Wurzelspitze auf) wieder aufzumachen und neu zu behandeln. Dies schlug fehl, da man mit den Instrumenten nicht bis ganz hinunter kommen konnte, da die Wurzel hier verkalkt/verschlossen war - daher legte man die Instrumente zur Seite und griff zum Hebel/zur Zange... dann war der Zahn nach 1 1/2 Stunden Geschichte.
Wie gesagt, seit einem Jahr plagen mich die Schmerzen immer wieder, daher meinte der Zahnarzt, wenn es eine Knochenentzündung wäre, müsste man mittlerweile Anzeichen dafür sehen. Das einzige Anzeichen, das dafür sprechen würde, seien meine Schmerzen, die aber teils sehr heftig sind. Nichts desto trotz hat er mir am Freitag Clindamycin 600mg 3x täglich verordnet, seither gabs etwas Besserung - über weite Strecken sogar Schmerzfreiheit.
Die Extraktionswunde ist schön, nicht gerötet, das Gebiet drum herum ist nicht geschwollen oder dgl., alles heilt recht schön und ziemlich rasch sogar. Der Schmerz sitzt auch nicht hier, sondern "tief" in Mundbodennähe, strahlt aber auch oft bis zum Kieferwinkel und Ohr. Man kann ihn nicht durch Druck auslösen, sondern er kommt und geht scheinbar ohne äußere Einflüsse...

Naja, aber mal angenommen, es sei eine Kieferknochenentzündung: wie behandeln Sie diese, was kostet das und wie verläuft alles?

Vielen Dank für Ihre Geduld mit mir,

sandy
Userstatus:
Patient
CheckDent
Liebe sandy!

Wenn eine OM vorliegt, dann gibt es je nach Schweregrad unterschiedliche Behandlungsmethoden. Zuerst aber sollte eine Diagnose gestellt werden. Lassen Sie sich nicht von Berichten im Web missmutig stimmen - bedenken Sie, Sie lesen eine Negativauswahl - die Zufriedenen posten nicht - alles Gute!
0 Personen mögen das
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